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25.10.2011

Kölner Sportgespräch: Angriff von Rechtsaußen - Lesung mit Ronny Blaschke

Kölner Sportgespräch am 31. Oktober 2011 – 19.00 Uhr – Beginn 19.30 Uhr – Präsentiert vom Kölner Stadt-Anzeiger Lesung und Diskussion mit Ronny Blaschke und Kölner Fanclubs und Vereinen. Moderation: Christiane Mitatselis – Eintritt frei


Das Thema des Rechtsextremismus im Fußball hat sich längst nicht erledigt. Im Gegenteil: Rechtsextreme hängen sich an die Volksbewegung Fußball, um ihre menschenverachtenden Ansichten zu verbreiten. So wirbt zum Beispiel die NPD in Fanszenen Mitglieder und schöpft Wählerstimmen. Auf Amateurebene gewinnen ihre Parteifunktionäre als Klubvertreter oder Schiedsrichter Akzeptanz in der Gesellschaft. Neonazis gründen Vereine, um Jugendliche an ihre Kameradschaften heranzuführen. Sie nutzen Turniere zur Vernetzung und zur Stärkung ihrer Gruppenidentität.

Der Berliner Journalist Ronny Blaschke lässt in seinem neuen Buch Neonazis und Gegen-Aktivisten zu Wort kommen. Er beschreibt, wie Rechtsextreme das Verständnis von Demokratie und Toleranz im Fußball nachhaltig schädigen. Und dies ist längst keine Erscheinung, die sich regional auf Ostdeutschland beschränkt!

Das Deutsche Sport & Olympia Museum veranstaltet in Kooperation mit dem Kölner Stadt-Anzeiger zu diesem immer noch akuten Thema ein Kölner Sportgespräch am 31. Oktober 2011 ab 19.30 Uhr. Ronny Blaschke stellt Beispiele aus seinem Buch „Angriff von Rechtsaußen“ vor und diskutiert mit Stadt-Anzeiger-Redakteurin Christiane Mitatselis sowie Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Kölner Fanclubs und Vereine.

Ronny Blaschke (Jg. 1981) studierte Sport- und Politikwissenschaften an der Universität Rostock. Er lebt in Berlin und arbeitet als freier Autor für Die Zeit, die Süddeutsche Zeitung, die Berliner Zeitung und das Deutschlandradio. Blaschke berichtet über die gesellschaftspolitischen Hintergründe des Sports. Sein Buch „Im Schatten des Spiels“ (2007) wurde von der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur als Fußballbuch des Jahres ausgezeichnet. Sein zweites Werk, „Versteckspieler – Die Geschichte des schwulen Fußballers Marcus Urban“ (2009), löste eine intensive Debatte über Homophobie im Sport aus. In diesem Jahr erschien "Angriff von Rechtsaußen – Wie Neonazis den Fußball missbrauchen".