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01.12.2011

KultWear im Deutschen Sport & Olympia Museum

Schüler und Studenten entwickeln gemeiname Polobike-Kollektion


Sammlungsleiter Wolfgang Lewitzki mit Schülern der KHS Grevenbroich und Studierenden der Hochschule Niederrhein.

Seit September sind eine AG der Katholischen Hauptschule Grevenbroich und ein Team von Studierenden der Hochschule Niederrhein (Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik) mit der Entwicklung von Sportkleidung beschäftigt. Initiiert wurde das Projekt von dem gemeinnützigen Bildungsunternehmung KultCrossing als weiteres Folgeprojekt in der 2009 gestarteten KultWear-Reihe. Diesmal geht es um Sportbekleidung für eine Schulmannschaft in der neuen Sportart Bikepolo.

Bei einem Besuch im Deutschen Sport & Olympia Museum machten sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein Bild davon, wie sich Sportbekleidung historisch entwickelt hat. Sammlungsleiter Wolfgang Lewitzki präsentierte Originale aus dem Fundus. Anschließend führte Museumspädagoge Kai Hilger die Gruppe durch die Ausstellung.

Zukünftig werden in Grevenbroich eine Hauptschule, eine Gemeinschaftshauptschule und eine Realschule zu einer Gemeinschaftsschule vereint. So hat das neu formierte Bikepolo-Team mit seinem Outfit in Zukunft nicht nur sportliche Herausforderungen zu bewältigen, sondern dient auch der Stärkung der Identifikation mit der neu geschaffenen Gemeinschaftsschule.

Die Studierenden der Hochschule Niederrhein unterstützen die Schul-AG mit ihrem praktischen und theoretischen Wissen über Textildesign, Herstellungstechniken und Schnittentwürfen. Dabei geht es auch darum, welche Auswirkungen Material-, Schnitt- und Designentscheidungen auf die gewünschte Funktion haben werden. Hängen davon zum Beispiel sportlichen Leistungen des Teams ab? Kann die Kleidung mit entscheidend sein über Sieg und Niederlage? Hier kommt schließlich das Deutsche Sport & Olympia Museum ins Spiel. Anfang Dezember erfahren die Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor Ort unter anderem, wie sich Sportkleidung im Laufe der Jahrzehnte verändert hat oder wie wichtig die richtige Kleidung für die Sportler selber ist.

„In der neusten Folge unserer KultWear-Reihe geht es erstmals nicht „nur“ um modische Aspekte“, erläutert Christa Schulte, ehrenamtliche Geschäftsführerin von KultCrossing. „Ein Sportdress ist Funktionsbekleidung mit hohen Anforderungen an die sportartspezifischen Bewegungsabläufe und Atmungsaktivität. Und natürlich hat das Trikot des Teams für die Mannschaft und ihre Unterstützer auch hohen Symbolwert.“

Mit dem Bikepolo-Projekt zeigt KultCrossing, dass immer wieder neue Inhalte und Themen gefunden werden, um auf innovative Weise Bezüge zur Lebenswirklichkeit und späteren Berufswelt herzustellen. Aus schulischer Sicht ist es besonders der praxisnahe und fächerübergreifende Ansatz, der bei Schülerinnen und Schülern für mehr Lernmotivation und –erfolge sorgt.