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Ansprechpartner

Jürgen Grünberger
Deutsches Sport & Olympia Museum
Im Zollhafen 1
50678 Köln

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Führungsangebot

Führungen mit thematischem Schwerpunkt

Werte, Wettkampf, Weltereignis – Die Geschichte der Olympischen Bewegung
Sek I, Sek II

1894 wurde auf Initiative von Pierre de Coubertin in Paris das Internationale Olympische Komitee (IOC) gegründet. Zu den wichtigsten Aufgaben des IOC gehört die Verbreitung der olympischen Bewegung und des damit verbundenen Ideals des „Olympismus“, der dem Sport eine sinnstiftende Wirkung zuschreibt. Die Verknüpfung von Körper und Geist, der faire sportliche Wettstreit, die Internationalität aller Sporttreibenden und die Betonung humaner Werte wie des Friedensideals sind in der olympischen Charta festgehalten. Diese Ideale wurden und werden im Sportgeschehen immer wieder eindrucksvoll umgesetzt, allerdings oft auch eindrucksvoll in Frage gestellt. Mit der Führung bewegt man sich im Spannungsfeld von olympischem Anspruch und Wirklichkeit. 

 

Mitten im Geschehen – Eine sportliche Zeitreise mit vielen Aktivitäten
Vorschule, Grundschule, Sek I,

Diese rasante Zeitreise - speziell für die jüngsten und jungen Museumsgäste - soll den Sport am eigene Leib erlebbar machen. Dazu werden viele sportliche Aktivitäten aus ganz unterschiedlichen Epochen in den Mittelpunkt der Führung gerückt: Antiker Weitsprung mit Sprunggewichten, verschiedene Turnübungen wie zu den Zeiten "Turnvater" Jahns, Fahrradfahen im Windkanal, Boxen an einem Sandsack in einem richtigen Boxring. Damit der Kopf nicht ganz ohne Training bleiben muss, vermitteln wir die Sportgeschichte in Form kindgerechter Sportgeschichten.

 

Herkules und Fußballgott – Sport und Religion
Sek I, Sek II

Die Verbindung von Sport, Religion und einer großen Portion Aberglaube wird – etwas überspitzt formuliert – an jedem Spieltag der Fußball-Bundesliga deutlich. Es wimmelt von Glücks-Ritualen, Maskottchen, religiösen Gesten und sogar „Fußballgöttern“. Bei dieser Führung sollen die historischen Wurzeln dieser Verbindung deutlich werden: So wurden die Wettbewerbe im antiken Olympia zu Ehren des griechischen Hauptgottes Zeus ausgetragen. Das bekannte Turnermotto „frisch, fromm, fröhlich, frei“ sorgte besonders wegen des Begriffs „fromm“ für Kontroversen in der Turnerschaft. Seit über 60 Jahren steht bei Heimspielen des 1. FC Köln ein lebendiger Geißbock als Glücksbringer an der Seitenlinie. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München wurden die Sportler erstmals von so genannten "Olympiapfarrern" begleitet, die als Ansprechpartner zur Verfügung standen.


Extrem rekordverdächtig – Die Grenzen der Leistung                                  Sek I, Sek II

Olympische Spiele und Weltmeisterschaften sind die Zeit der Rekorde. Das olympische Motto „schneller, höher, stärker“ formuliert auch einen klaren Leistungsanspruch. Wer einen Weltrekord aufstellen möchte, für den gilt eigentlich das noch anspruchsvollere Motto „am schnellsten, am höchsten, am stärksten.“Die Führung vermittelt, dass Rekorde nicht immer als erstrebenswertes Ziel von Leibesübungen galten. Zeigt aber auch, zu welch beeindruckenden Leistungen Sportlerinnen und Sportler fähig sind und sensibilisiert für die Nuancen, die über Rekord, Sieg oder Platzierungen entscheiden. Mittlerweile geht es um Millimeter oder Tausendstel Sekunden und man fragt sich: Wie schnell kann ein Mensch laufen?  Wie weit kann er springen? Und wie präpariert man sich für solche Spitzenleistungen?

 

In Szene gesetzt – Sport und Medien
Sek II

Im Olympiajahr 1956 ließ sich Avery Brundage, der damalige Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, zu einer gewagten Prognose hinreißen: "Wir sind 60 Jahre ohne Fernsehen ausgekommen, und wir werden dies auch noch weitere 60 Jahre tun." Was Brundage wohl zu den 2,2 Milliarden US-Dollar gesagt hätte, die der Sender NBC knappe 60 Jahre später für die Übertragungsrechte der Spiele 2010 in Vancouver zahlte? In dieser Führung zeigt sich beispielhaft, dass Medien und Sport miteinander verknüpft waren und sind: Antiken Olympioniken eilte ihr Ruf in Form von Liedern, Gedichten oder Legenden voraus. Leni Riefenstahls Filme zu den Spielen von Berlin 1936 gelten als filmtechnisch hervorragend, werden aber für ihre propagandistischen Elemente kritisiert. Die Massenmedien der heutigen Zeit sind längst auch Geldgeber des Sports: Im Tischtennis oder Badminton änderte sich - auch in der Hoffnung auf Medienpräsenz - die Zählweise. Beim Beachvolleyball wird den Damen vom Verband die Maximalgröße ihrer Bikinihosen vorgeschrieben. Sprint-Star Usain Bolt flirtet sogar während seiner Rennen mit den Kameras und tänzelte 2008 in Peking ausgesprochen telegen zum Olympiasieg.

 

Sport-Macht-Deutschland – Sport und Politik
Sek II

Im Vorfeld der Olympischen Spiele 2008 in Peking forderte der Präsident der Volksrepublik China dazu auf, „Politik nicht mit den Spielen zu vermischen.“ Eine für Viele überraschende Bitte, nachdem z.B. in den Wochen zuvor der Fackellauf nach Peking mehrfach von großen Protestaktionen begleitet wurde. Die Führung Sport-Macht-Deutschland soll die Verbindungen und Verwicklungen von Sport und Politik beleuchten. Zahlreiche Beispiele finden sich in Vergangenheit und Gegenwart: Schon in der griechischen Antike positionierten sich die Stadtstaaten auch über die Siege ihrer Athleten bei sportlichen Wettbewerben. Die Turner im Deutschland des 19. Jahrhunderts engagierten sich – zum Ärger vieler Landesfürsten – für Freiheit und Einigkeit. In der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur war der Sport willkommenes Propagandainstrument. Die Bundesrepublik und die DDR stellten mitten in der Zeit des Kalten Krieges eine gemeinsame Olympiamannschaft. Bei den „heiteren Spielen“ 1972 in München verübten palästinensische Terroristen ein Attentat auf die israelische Mannschaft. Die Bundeskanzlerin packt – genau wie ihre Vorgänger – pünktlich zur Welt- oder Europameisterschaft plötzlich das Fußballfieber

 

Nicht um jeden Preis - Die Geschichte des Fair Play
Sek II

Die Werte des Fair Play wurden von der Mittel- und Oberschicht Englands in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt. Sie gehen über die bloße Einhaltung von Regeln hinaus und beschreiben die Haltung eines Sportlers, den Gegner als Partner zu betrachten, dessen Würde es zu achten gilt. Sport wurde damals – von wohlhabenden Amateuren – als Selbstzweck und nur zum Vergnügen betrieben. Professionalisierung und Kommerzialisierung des Sports erhöhten bis in die heutigen Tage den Leistungsdruck erheblich. Gerade im Spitzenbereich hat der Sieg das Vergnügen als zentrales Sportmotiv abgelöst und das klassische Fairness-Verständnis stößt bei der Jagd nach dem Erfolg häufig an seine Grenzen. Trotzdem gibt es auch im modernen Leistungssport Beispiele für Fair Play. Eine Führung, die auch viele Fragen aufwirft: Würdest Du dich über den verwandelten Elfmeter zum 1:0 in der letzen Spielminute freuen, den Bastian Schweinsteiger durch eine Schwalbe in der 90. Minute des EM-Finales 2012 gegen die Niederlande herausgeholt hat?

 

Fit wie ein Turnschuh – Sport und Gesundheit
Sek I, Sek II

Der These, dass Sport – in vernünftigem Maße betrieben – gesund ist, wird wahrscheinlich niemand widersprechen. Frühere und aktuelle Fitnesstrends betrachten Gesundheit teilweise sogar als wichtigstes sportliches Ziel. Eine Sichtweise, die einen antiken Ringkämpfer sicher befremdet hätte. Für ihn war Gesundheit ein Faktor, den man durchaus aufs Spiel setzen konnte, um den Sieg zu erringen. Die Führung zeigt die durchaus unterschiedliche Verknüpfung von Leibesübungen und Gesundheit in verschiedenen Epochen und Systemen. Sie vermittelt ein Gefühl für die überwiegend positive Wirkung des Sports auf die körperliche und seelische Gesundheit, diskutiert aber auch Probleme wie Doping und Depression. 

 

Dauer der Führungen:

45 - 60 Minuten

Kosten:

45,- € in deutscher Sprache oder einer Fremdsprache

Hinweis:

  • Zu den Führungskosten rechnen Sie bitte immer noch die entsprechenden Eintrittspreise.
  • Alle Führungen werden in den folgenden Fremdsprachen angeboten:
     Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Portugiesisch,  Japanisch, Chinesisch und Arabisch
  • Der Treffpunkt für alle Führungsangebote ist die Museumskasse.
  • Sportkleidung ist für keine unserer Führungen erforderlich; das Tragen von Stollenfußballschuhen ist auf dem Museumsdach nicht erlaubt, da es sich bei Fußball- und Tennisfeld um Kunstrasenplätze handelt.